muff potter
Popsongs aus dem Reißwolf. Anekdoten aus dem Altpapier

muff potter sind rastlose Geister, doch die Wut ist ihnen treu geblieben. Mit ihrem neuen Album zeigen sie: Zorn muss auf Deutsch weder peinlich noch selbstgerecht wirken. muff potter sind keine Teenager mehr, die unüberlegt dem Hormonstau nachgehen. Mit „Steady Fremdkörper“ schaffen sie es einmal mehr, Wut zu transportieren, Verzweiflung zu vertonen und Befremden zu artikulieren, ohne dabei in gefühlsduselige Romantik oder Berufsjugendlichkeit zu verfallen. Jegliches Gejammer sparen sie dabei aus. Muff Potter haben den Anspruch, ihre Musik mit einem Furor zu unterlegen, der nicht rein emotional, sondern auch reflektiert ist – und der sich in positive Energie umwandeln lässt. In etwas, das einen beim Hören nach vorne bringt. Gitarren spielen die Hauptrolle bei dieser Musik, die, wenn sie ein Filmpaar wäre, kurz vor dem perfekten Kuss im Sonnenuntergang von einem eiskalten Graupelschauer überschüttet würde: Grund genug, sich aus dem bleiernen Gefühl von Sinnlosigkeit zu erheben.
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